UFC.com listet Anderson Silva inzwischen nur im light heavyweight auf, obwohl dieser den middleweight-Gürtel hält.
Daraus lässt sich bereits erahnen, wie wenig Konkurrenz für Silva in seiner Stammdivision herrscht. In der Division gibt es genauer gesagt nur 2 Leute, denen ich es zutrauen würde, irgentwann einmal Konkurrenz für den warscheinlich besten fighter Pound-for-Pound zu sein: Michael Bisping, welcher bis dahin jedoch noch einen sehr weiten Weg hätte, und Nate "The Great" Marquardt, der bei "UFC 73" bereits eine Niederlage gegen Silva erlitt.
Mit der zugegebenermaßen etwas polemischen Überschrift will ich nicht etwa behaupten, die Middleweight-Division biete keine aufregenden Kämpfe und keinen spannenden Wechsel der hierarchie. Dennoch scheint der Kampf um die Rangordnung ziemlich sinnlos, wenn eigentlich jeder weis, dass er den Champion nur durch ein Wunder schlagen kann. Dieser Hintergedanke begleitet in letzter Zeit jeden Middleweightkampf, was dem Phänomen MMA doch einiges an seinem Zauber nimmt.
Umso verwunderlicher ist es, dass die UFC den Vertrag ihres besten Middleweightkämpfers Dan "Hender" Henderson vergeigt, indem sie ihn aus seinem Match mit Rich Franklin schmeißt. Damals wurde spekuliert, dass Henderson durch Vitor Belfort ersetzt wurde, um ihm vorzeitig die Chance zu geben, gegen Silva zu kämpfen. Zu diesem Kampf kam es allerdings nie, was die Koorperationsbereitschaft Hendersons bei der anstehenden Vertragsverlängerung verständlicherweise zerstörte. Der geplatzte Vertragsabschluss bedeutet für die UFC, dass der einzige Mann, der den Champion gefärden könnte, nun andere Wege gehen wird und seine Popularität dazu nutzen kann, kleinere Promotions in den Mainstream zu bringen.
Ich hoffe, dass die UFC die Dummheit im Umgang mit Henderson zu spüren bekommt, sodass sich eine solche Farce nicht erneut ereignet!
Samstag, 14. November 2009
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