Alexander Gustafsson fügte seinem Gegner Jared Hamman bei UFC 105 eineb vernichtenden KO zu. Was tat er also nach dem Kampf? Viele würden sagen : "Feiern natürlich!". Aber weit gefehlt; Gustafsson hatte als allererstes das Wohlergehen seines Gegners im Sinn und erkundigte sich sofort nach seinem Befinden.
Diese Aktion ist im MMA-Sport keine Einzelheit. Viele Kämpfer sehen den Sport als Wettkampf ohne jegliche überflüssige Gewalt an. Querköpfe wie Renato "Babalu" Sobral, der seinen Anaconda Choke gegen David Heath nach dessen Tapout aufgrund von persönlichen Differenzen nicht lösen wollte (der Untertitel des Events war damals ironischerweise "Respect") und dadurch vom Liebling der Fans zur Hassfigur wurde, sind im Sport sehr selten.
Das liegt nicht Primär an den Strafen für Regelverletzung (Sobral wurde sofort entlassen), sondern an der persönlichen Einstellung der Kämpfer. So machte es sich BJJ-Ass Demian Maia etwa zum Ziel den Gegner zu besiegen "ohne ihn zu verletzen". Ich benutze diese Aussage Maias in einem post-fight Interview oft als Gegenposition zu kritischen Stimmen in Deutschland, die unseren ehrenvollen MMA-Sport als einen brutalen Sport für aggressive Dummköpfe darstellen.
Auch die Behauptung, wir würden auf einen am Boden liegenden, wehrlosen Gegner einschlagen, lässt sich entkräften, wenn man sich die vielen Fighter ansieht, die den KO des Gegners bemerken und daraufhin den Angriff einstellen. Der einzige Grund, warum dies viel zu selten geschieht ist nicht etwa die Blutlust des Kämpfers, sondern viel mehr seine Angst vor der Inkompetenz vieler Referees, die nicht wissen, wann ein Gegner chancenlos ist. Ich bin mir sicher, dass dieses Problem zukünftig behoben werden kann, wenn Offizielle besser geschult werden würden.
Alles in allem kann man jedoch sagen, dass der MMA-Sport auf dem besten Weg ist, einer der ehrenvollsten Sportarten der Welt zu werden.
Montag, 16. November 2009
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