Freitag, 20. November 2009

Das Ende des Karo Parisyan

Karo Parisyan wird morgen nicht gegen Dustin Hazelett kämpfen.
Er gab als Grund an, dass er seine Lizenz in Nevada nicht kriege, weil er seine Geldstrafe nicht bezahlt hat. Der Armene war zu 32.000 $ verurteilt wurden, als er nach seinem Kampf gegen Kim Dong-hyun positiv auf verbotene Schmerzmittel getestet wurde.
Dana White, Präsident der UFC, sieht die Schuld klar bei Parisyan, der seine Fans schon einmal kurzfristig im Stich ließ, als er den Kampf gegen Yoshiyuki Yoshida, welcher für UFC 88 geplant war, kurzfristig wegen einer angeblichen Rückenverletzung absagte.
Whites Vorwurf, Karos Argumente sein aus der Luft gegriffen, ist durchaus berechtigt, da ein UFC-fighter eigentlich genug Geld für so eine kleine Strafe haben sollte. Und selbst, wenn dies nicht der Fall wäre, so würde Parisyan immer noch einen Kredit aufnehmen können, den er nach einem MMA-Kampf unter der UFC locker zurückzahlen könnte.
White kündigte an, dass die UFC kein Interesse daran hätte, Parisyan jemals wieder in den Ring zu schicken. Diese Drohung ist ernstzunehmen. Zwar gab es in der Vergangenheit immer wieder Fälle, das prominenteste Beispiel dürfte Tito Ortiz sein, in denen White seine Meinung später geändert hat. Der Präsident, welcher für seine Launenhaftigkeit und sein hohes Aggressionspotenzial bekannt ist, hätte jedoch keine Gründe, an Parisyan festzuhalten, da dieser ein langweiliger Kämpfer ist, der die meisten seiner Siege durch decision erlangte.
Zu seinen Hochzeiten war Parisyan der Botschafter des Sportes Judo im MMA. Er schaffte es wie kaum ein anderer, Judowürfe auch im no-gi anzuwenden und war deswegen in der MMA-Welt durchaus angesehen. Er gewann an seinem Karrierehöhepunkt unter anderem gegen Nick Diaz, Chris Lytle und Matt Sera, schaffte es jedoch nie, einen UFC-Titel zu gewinnen.
Das Ende seiner UFC-Karriere ist daher vor allem ein Verlust für den Sport Judo, welcher sich bisher, wie viele andere japanische Kampfsportarten, nicht im MMA-Sport etablieren konnte. Mal sehen, ob Yoshiyuki Yoshida in der Lage ist, an Parisyans Stelle Werbung für Judo zu machen.

Parisyan hat, meiner Meinung nach, sein drohendes Karriereende selbst zu verantworten und ich werde ihm keine Träne nachweinen!

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